{"id":45,"date":"2016-12-22T16:13:27","date_gmt":"2016-12-22T15:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/dianameyer.de\/?page_id=45"},"modified":"2017-01-26T18:54:32","modified_gmt":"2017-01-26T17:54:32","slug":"hainich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dianameyer.de\/?page_id=45","title":{"rendered":"Hainich"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><strong><u>Gesamtfl\u00e4che 15 000 ha,\u00a0\u00a0Land Th\u00fcringen, Unstrut-Hainich-Kreis,<img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-75 alignright\" src=\"http:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hainich-OFD0141.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"267\" \/><br \/>\n<\/u><\/strong><\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Hainich, Ringgau, Obereichsfeld, D\u00fcn und Hainleite bilden trotz macher,<\/strong><br \/>\n<strong> insbesondere klimatischer, Unterschiede eine Einheit des Naturraumes. Der Hainich ist ein bewaldeter, ca 15 000 ha gro\u00dfer H\u00f6henzug in W-Th\u00fcringen,\u00a0im St\u00e4dtedreieck M\u00fchlhausen, Eisenach und Bad Langensalza.<\/strong><br \/>\n<strong> Der S-Teil des Hainichs wurde am 10.12.1997 als Nationalpark ausgewiesen,\u00a0obwohl er bereits am 30.03.1961 als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden war. \u00a0 <\/strong><br \/>\n<strong> Das hielt die Verantwortlichen des Staates nicht davon ab, dieses Gebiet vor dem\u00a0II. Weltkrieg ab 1935 als Truppen\u00fcbungsplatz zu nutzen. Nach dem II. Weltkrieg nutzten den Platz die Rote Armee und NVA (Nationale Volksarmee der DDR) .Erst nach der der Einheit Deutschlands 1990, konnte dieses Gebiet als\u00a0Nationalpark eingerichtet werden. <\/strong><br \/>\n<strong> In dieser Landschaft \u00fcberragt der von SO nach NW verlaufende schmale H\u00f6henzug\u00a0des Hainichs mit H\u00f6hen von 400 bis 450 m NN das wellige Th\u00fcringer Becken um\u00a0100 &#8211; 200 m. Das im W und SW von Kammerforst liegende Gebiet erfasste mit\u00a0seiner noch recht naturnahen Waldvegetation einen typischen Ausschnitt des\u00a0Hainichs.<\/strong><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-76 alignleft\" src=\"http:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/versteinerungenliliformis1-238x300.jpg\" alt=\"\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/versteinerungenliliformis1-238x300.jpg 238w, https:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/versteinerungenliliformis1.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/>Der Hainich liegt in der Eichenberg-Saalfelder geotektonischen St\u00f6rungszone.Am steilen W-Hang des Hainichs, zur Werra hin, bilden bunte Letten und Sandsteine des Kohlenkeupers (ku<sub>1<\/sub>) und die bunten Mergel zwischen Schilfsandstein und Grenzdolomit (km<sub>1<\/sub>) den geologischen Untergrund. Im O schlie\u00dfen sich die Muschelkalkformationen an. Dabei streichen die <u>Schaumkalkzone (mu<\/u><sub><u>2<\/u><\/sub><u>),<\/u> die mergeligen und dolomitischen Kalke des Mittleren Muschelkalks (mm), <u>Trochitenkalk (mo<\/u><sub><u>1<\/u><\/sub><u>)<\/u> und die Tonplatten der <u>Ceratitenschichten (mo<\/u><sub><u>2<\/u><\/sub><u>) <\/u>auf der Oberfl\u00e4che aus. Diesen Schichten liegt stellenweise eine 0,5 m dicke L\u00f6\u00dfschicht auf. An Mulden, T\u00e4lern am Fu\u00dfe von H\u00e4ngen kann eine gr\u00f6\u00dfere Schichtdicke erreicht werden.<\/strong><br \/>\n<strong> Der Hainich bildet die Hauptwasserscheide Werra-Unstrut. Zur Werra hin f\u00e4llt er oft steil ab, zum Th\u00fcringer Becken hin geht er allm\u00e4hlich in dieses \u00fcber. Im Gegensatz zu den tief und steil verlaufenden Entw\u00e4sserungsb\u00e4chen der W-Seite, sind diese auf der O-Seite flache und allm\u00e4hlich verlaufende Trockent\u00e4ler, die nur bei starken Niederschlag Wasser f\u00fchren. Da derUntergrund aus Kalk besteht, welcher stark wasserdurchl\u00e4ssig ist, also verkarstet, ist die \u00f6stliche Hangseite durch starke Karst-Erdfall-Quellen gekennzeichnet. Bekannte Erdfallquellen sind die Popper\u00f6der Quelle und die Breits\u00fclze in M\u00fchlhausen, die Thomasquelle und der Jakobsborn im SW von M\u00fchlhausen, der Hainspring und der Melchiorbrunnen in der Vogtei.<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Der <u>Mittelwert des Jahresniederschlag betr\u00e4gt 670-700 mm<\/u>, dieLufttemperatur betr\u00e4gt im Jahresmittel auf der Hochfl\u00e4che etwa 7,0 \u00b0C, im Januar im Durchschnitt bei 1,5 \u00b0C, im Juli unter 16 \u00b0C. <img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-77 alignleft\" src=\"http:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hainich-OFD0081.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"172\" \/><\/strong><br \/>\n<strong> Bei bodennaher Inversion \u00fcberagt der Hainich den \u00a0Dunst im Th\u00fcringer Becken. Es mu\u00df darauf hingewiesen werden, dass der Hainich, wie auch der Th\u00fcringer Wald, einen Luv-Lee-Effekt hat, der besonders bei SW-Wetterlagen zu einer deutlichen Stau-F\u00f6hn-Erscheinung f\u00fchrt. Das erkl\u00e4rt auch den au\u00dferordentlich hohen Bedeckungsgrad des Hainichs.<\/strong><br \/>\n<strong> Die B\u00f6den unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zusammensetzung stark vonein ander. Flachgr\u00fcndige , zur Trockenheit neigende, leistungsschwache Kalkstein-b\u00f6den \u00fcber reinen Kalkstein finden sich meist an freien H\u00e4ngen. Sie treten jedoch gegen\u00fcber den l\u00f6ssbeeinflussten Standorten zur\u00fcck, da sie eine bessere Wasserhaushaltf\u00fchrung durch ihre bessere Gr\u00fcndigkeit, einen geringeren Kalkgehalt haben und eben noch pH- neutral sind. \u00dcber den <u>Sandsteinen<\/u> des Keupers wird der Sandgehalt, \u00fcber den <u>Ceratiten-Schichten<\/u> der Tongehalt zum entscheidendenFaktor f\u00fcr den Wasserhaushalt des Bodens. Weit verbreitet sind bei etwa 50 cm L\u00f6\u00dfdecke zweischichtige B\u00f6den, die \u00fcber Kalkgestein einen Oberboden haben, der bis zu einer Tiefe von 20 cm karbonatfrei und schwach sauer ist.<\/strong><br \/>\n<strong> Die wichtigsten Bodentypen sind: Rendzina, Braunerde, Fahlerde und Pelosol. Pflanzengeographisch geh\u00f6rt der Hainich zum Unterbezirk \u00a0\u201eH\u00f6rsel-Mittelwerra-Land\u201c. Er ist suboceanisch, z.Tl. submontan gepr\u00e4gt. Buchenwald dominiert auf allen Standorten im Hainich, egal ob er wie im Nationalpark sich selbst \u00fcberlassen ist oder, wie im mittleren und n\u00f6rdlichen Hainich, im Pl\u00e4nterbetrieb genutzt wird. Neben der vorherrschenden Rotbuche (Fagus sylvatica) ist noch vertreten vor allem der B\u00e4rlauch (Allium ursinum), der Wollige Hahnenfu\u00df (Ranunculus lanuginosus), das Fuchsgreiskraut (Senecio nemorensis ssp. fuchsii) und die Zwiebeltragende Zahnwurz (Dentaria bulbifera). Als montane Komponente tritt der Traubenholunder (Sambucus racemosa) auf.Unter den Waldgesellschaften sind anspruchsvolle und m\u00e4\u00dfig anspruchsvolle Gruppen zu unterscheiden. Zur ersten Gruppe geh\u00f6rt der Fr\u00fchlingsplatterbsen-Buchenwald (Lathyro-Fagetum), der Bingelkraut-Buchenwald, (Mercuriali-Fagetum), der Lerchensporn-Edellaubwald (Corydali-Aceretum) und der Lerchensporn-Buchenlaubwald (Corydali-Fagetum). <img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-78 alignleft\" src=\"http:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hainich-OFD0061-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hainich-OFD0061-300x218.jpg 300w, https:\/\/dianameyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Hainich-OFD0061.jpg 347w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur m\u00e4\u00dfig anspruchvollen Gruppe, die B\u00f6den mit st\u00e4rkeren L\u00f6\u00dflehm bevorzugt, geh\u00f6ren: Der Perlgras- Buchenwald (Melico-Fagetum) und der Farn-Buchenwald (Dryopteri-Fagetum). An warmen, trockenen Hanglagen kommen Orchideen-Buchenwald (Cephalanthero-Fagetum) und Maigl\u00f6ckchen-Buchenwald (Convollaria-Fagetum) vor.<\/strong><br \/>\n<strong> Vollzogen wurde die Errichtung des \u201eNationalpark Hainich\u201c durch den Th\u00fcringer Landtag am 10.12.1997 und durch Ver\u00f6ffentlichung im Gesetzblatt vom 30.12.1997.<\/strong><br \/>\n<strong> In nur 5 Jahren von der Idee bis zu seiner Realisierung wurde der 13. Nationalpark Deutschlands, der erste und einzige Laubwald-Nationalpark Wirklichkeit.<\/strong><br \/>\n<strong> Es ist kein Nationalpark der Besonderheiten, sondern einer der Normalit\u00e4t, des typisch deutschen Waldes, der von Rotbuchen, Hainbuchen, Eichen, Linden und zahlreichen anderen Pflanzen- und Tierarten gepr\u00e4gt wird.<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Der Nationalpark dient nicht nur der Erhaltung der Natur,\u00a0sondern \u00a0im besonderen Ma\u00dfe auch der Umweltbildung und Erholung.<\/strong><br \/>\n<strong> Zugleich verfolgt er ein gro\u00dfes und erhabenes Ziel:<\/strong><br \/>\n<strong> Dem Schutz und der Erhaltung des deutschen Waldes, die Bewahrung der Artenvielfalt und die Abwendung der Eingriffe des Menschen.<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Ludwig Meyer, Erfurt,\u00a0Dezember 2005<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Beitr\u00e4ge,\u00a0Bilder\u00a0und\u00a0Grafiken sind nicht zur kommerziellen Nutzung freigegeben!<br \/>\n<span style=\"font-size: xx-small;\">Wir k\u00f6nnen keine Garantie auf Richtigkeit und Vollstandigkeit der Angaben geben !<br \/>\nLinks wurden mit der Absicht auf Inhalte gesetzt die den Tourismus dienlich sind.<br \/>\nSollten Sie Inhalte erkennen, die gegen Gesetze versto\u00dfen oder in denen Rechte verletzt werden, informieren\u00a0sie\u00a0uns\u00a0bitte\u00a0umgehend,\u00a0damit wir diese entfernen k\u00f6nnen!<br \/>\nCopyright \u00a9 2005\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.diana-meyer.com\" target=\"_top\">www.diana-meyer.com<\/a> \u00a0Alle Rechte vorbehalten<\/span>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesamtfl\u00e4che 15 000 ha,\u00a0\u00a0Land Th\u00fcringen, Unstrut-Hainich-Kreis, Hainich, Ringgau, Obereichsfeld, D\u00fcn und Hainleite bilden trotz macher, insbesondere klimatischer, Unterschiede eine Einheit des Naturraumes. Der Hainich ist ein bewaldeter, ca 15 000 ha gro\u00dfer H\u00f6henzug in W-Th\u00fcringen,\u00a0im St\u00e4dtedreieck M\u00fchlhausen, Eisenach und Bad Langensalza. 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